Lernen Sie die bunte Vielfalt kennen
Es gibt nicht nur eine Sorte von Kimono, sondern je nach Anlass, Alter, Familienstand, Sozialstand und Jahreszeit unterscheidet man diverse Kimono-Variationen. Indem man sich nach diesen Kimono-Konventionen richtet, wird einerseits die Auswahl des richtigen Kimono erleichtert, andererseits jedoch die individuelle Entscheidungsfreiheit stark beschnitten.
Die wichtigsten Merkmale der verschiedenen Kimono-Arten:
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Tomesode (w): Der Tomesode ist der formellste Kimono für verheiratete Frauen. Er wird z.B. zu Hochzeiten und anderen Festlichkeiten getragen.
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Tsukesage (w): Kimono mit dezenterem Muster überwiegend unterhalb der Taille und auf einem Ärmel. Für verheiratete und ledige Frauen. Ärmel hüftlang. Ein einzelnes Kamon (Rücken) erhöht den formellen Wert. Ein Tsukesage wird normalerweise vernäht, nach dem der Stoffballen gefärbt / bemalt wurde. |
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Houmongi (w): Einfarbiger, halbformeller Kimono mit oder ohne Familienwappen für verheiratete und ledige Frauen. Wird z.B. von Hochzeitsgästen, aber auch zu Besuchszwecken getragen. Das Muster kann sich über die untere Hälfte und einen Ärmel ziehen oder auch über den gesamten Kimono. Die Ärmel reichen bis zur Hüfte. DerHomongi ist dem Tsukesage in vielen Details sehr ähnlich. Ein Homongi wird zuerst provisorisch zusammengenäht, dann bemalt, wieder aufgetrennt, gefärbt und dann erst endgültig genäht. Homongi gibt es ohne oder mit 3 Familienwappen. |
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Iromuji (w): Einfarbiger, ungemusterter Kimono für ledige und verheiratete Frauen. Der Stoff kann strukturiert sein. Für formelle Zwecke mit 1, 3 oder 5 Familienwappen. |
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Komon (w): Alltagskimono mit feinem, sich wiederholendem Muster auf dem ganzen Kimono. Für verheiratete und ledige Frauen. Edokomon: Unterart des Komon. Das Muster des Edokomon-Kimono ist so fein, daß der Kimono von weitem wie ein Iromuji-Kimono wirkt, also einfarbig erscheint. |
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Uchikake (w): Farbiger Hochzeitskimono der Braut aus schwerem, mit glückbringenden Symbolen durchwirktem und besticktem Seidenbrokat. Die beliebteste Grundfarbe des Uchikake ist Rot; es kommen aber auch Schwarz oder andere Farben vor. Die Verzierungen sind zu einem großen Teil gold- und silberfarben. Die Ärmelschleppen hängen bis zu den Fußknöcheln herab. Der Uchikake ist um ca. 30-40 cm länger als die anderen Kimono, so daß der untere, wattierte Saum über den Boden schleift. Zum Uchikake trägt die Braut keine Kopfbedeckung, sondern lediglich prachtvollen Haarschmuck. Ohne Hilfe kann die Braut den Uchikake weder korrekt anziehen noch sich damit angemessen fortbewegen. Bis zur Edo-Zeit (1603-1867) war der Uchikake der formelle Kimono von Samurai-Frauen und Adeligen. |
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Shiromuku (w): Schwere, komplett weiße Robe aus Seidenbrokat mit eingewebten, glückverheißenden Motiven (Kranich, Pinie, Phönix etc.). Variante des traditionellen Hochzeitskimono der Frau. Der Shiromuku ist, ebenso wie der Uchikake, bedeutend länger als andere Kimono und hat eine verstärkte Saumschleppe. Zum Shiromuku trägt die Braut eine traditionelle, mit Kopfschmuck ergänzte weiße Haube.
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Furisode (w): Farbenprächtiger, reich gemusterter Kimono mit sehr langen Ärmelschleppen. Der formellste Kimono für junge, unverheiratete Frauen. Kofurisode / Koburisode: Wie Furisode, jedoch die Ärmel sind "nur" etwa 75 cm lang. |
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Yukata (m, w): Leichter, ungefütterter Freizeit-Kimono aus Baumwolle oder Leinen für Frauen und Männer. Typische Grundfarben sind großgemustertes Blau-Weiß. Der Yukata wird vor allem im Sommer z.B. zu Straßenfesten getragen. In traditionellen japanischen Hotels (ryokan) liegen in den Zimmern immer Yukata für die Gäste bereit. Zuhause oder im Hotel bindet die Frau den Yukata mit einem schmalen Baumwoll-Obi, in der Öffentlichtkeit jedoch mit einem breiten Obi. Männer binden den Yukata immer mit einem schmalen Obi. |
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Mofuku (m, w): Eigentlich allg.:"Trauerkleidung" inklusive westlicher Trauerkleidung. In Bezug auf japanische Kleidung bezeichnet Mofuku jedoch einen Trauerkimono für Männer und Frauen, der bei der Beerdigung von nahen Verwandten getragen wird. Die Grundfarbe ist Schwarz ohne Muster und evtl. mit Kamon. Zum Mofuku trägt man einen schwarzen Obi und zumeist weiße Tabi. |
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Text: © V.Nagata, JAPAN access












