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Wagasa
Janome-gasa im MiniformatDen traditionellen Schirm bezeichnet man seit dem Auftauchen des westlichen Modells in der Meiji-Zeit zwecks eindeutiger Abgrenzung allgemeinhin als "wagasa".
Man kann "wagasa" grob in 4 Gruppen einteilen:
- janome-gasa (janome = Schlangenauge)
- ban-gasa (einfach, fest und stabil: ein Alltagsschirm)
- buyo-gasa (für den Tanz; aus Seide oder Papier)
- nodate-gasa (leuchtend rot, für die Teezeremonie)
Bis zur Meiji-Zeit (1868-1912) gehörten die Bambusschirme zum Alltagsleben und allein in Kyoto gab es hunderte von Schirmwerkstätten.
ame ame fure fure kaasan ga
蛇の目 で おむかえ 嬉しい な
janome de omukae ureshii na
ぴち ぴち ちゃぷ ちゃぷ ラン ラン ラン
pitchi pitchi chappu chappu ran ran ran
So lautet die erste Strophe eines alten Kinderliedes ("amefuri"), in dem davon die Rede ist, dass die Mutter im strömenden Regen mit einem traditionellen Regenschirm in der Hand das Kind nach Hause holt, und was für ein Vergnügen es ist, durch die Pfützen zu springen und dem Geräusch des strömenden Regens zu lauschen.




