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Hayao Miyazaki
Das japanische Fernsehprogramm
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Hayao MiyazakiHayao MiyazakiWenden wir uns einem anderen Filmemacher zu, der vor allem in letzter Zeit mit seinen Werken für Aufsehen sorgt – Hayao Miyazaki hat es mit seinen Zeichentrickfilmen bravourös geschafft, der Massenware von Disney und Co. zu trotzen.  Der bislang letzte Streich des Meisters animierter Phantasie ist Hauru no Ugokushiro (wörtlich auf Deutsch: „Howls Wanderschloss“, deutscher Buchtitel der Romanvorlage von Diana Wynne Jones: „Sophie im Schloss des Zauberers“). Im Jahre 2004 veröffentlicht, wurde der Film bei der Biennale in Venedig in den höchsten Tönen gelobt.  Ein anderes Werk Miyazakis hatte nur zwei Jahre zuvor in Berlin den goldenen Bären eingeheimst – „Chihiros Reise ins Zauberland“ (Originaltitel: Sen to Chihiro) ist der Film, mit dem der Meister den bislang größten Einspielerfolg verzeichnen konnte.

Hayao Miyazaki wurde 1941 als Spross einer Familie von Flugzeugbauern geboren. Die Spuren elterlichen Schaffens sind in seinem Werk überdeutlich – der Traum vom Fliegen nimmt als zentrales Motiv in beinahe jedem von Miyazakis Filmen eine Sonderstellung ein. Doch der Weg zum Ruhm war steinig – auf Drängen der Verwandtschaft studierte der angehende Zeichentrick-Virtuose zunächst Wirtschaft und Politikwissenschaften. Doch kaum hatte der junge Hayao der Universität den Rücken gekehrt, klopfte er bei den Toei-Studios an, damals eine der ersten Adressen für Zeichentrickfilme.

Jahrelang schlug sich Miyazaki mit Gelegenheitsarbeiten herum, eiferte seinem Vorbild Osamu Tezuka nach (Sie erinnern sich – der mit dem Atomboy) – und entwickelte konsequent seine eigene Bildsprache. Als Angestellter der Zuiyo-Pictures war er in den siebziger Jahren an der Fernsehserie „Heidi“ beteiligt, die seinen Zeichenstil erstmals außerhalb Japans bekannt machte.

In den Achtzigern startete Miyazaki durch: mit Kaze no tani no Nausicäa (deutsch: „Nausicäa aus dem Tal der Winde“) gelang der große Durchbruch. In dem 1983 erschienen Film zieht das Animationsgenie alle Register seines Könnens: eine willensstarke Heroine, übergroße Insekten (die wie Kellerasseln im Monsterformat aussehen), apokalyptische Schlachten und, selbstverständlich, jede Menge Fliegerei. Zusätzlich wurde das Publikum von der Musik des Komponisten Jo Hisaishi zu Tränen gerührt – die kreative Allianz beider Künstler hat mittlerweile über 20 Jahre gehalten.

Vom Erfolg seines Endzeitdramas angestachelt, machte Miyazaki sich 1985 mit seinem Studio Ghibli selbständig – und hat fortan nicht mehr zurückgeschaut. Kassenknüller im Jahresrhythmus diktieren seither das japanische Kinogeschehen. Auch im Ausland sehnt mittlerweile eine stattliche Fangemeinschaft das jeweils nächste Epos des Meisters herbei, doch ist zumindest die Zahl der auf Deutsch erschienen Filme recht dürftig. Neben den beiden erwähnten Titeln findet sich lediglich noch „Prinzessin Mononoke“ (original: Mononokehime), eine beeindruckende Saga um ein kämpferisches Wolfsmädchen.



 
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