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Helfer suchen Erinnerungsstücke im Schutt
In den Katastrophengebieten an der Nordostküste Japans gibt es mehr als genug Menschen, deren persönliche Besitztümer in Schutt, Schlamm und Wasser untergegangen sind. Nun versucht man, zu retten, was zu retten ist.
Helfer haben eine neue Rettungsaktion gestartet. Dieses Mal geht es jedoch nicht um die Suche nach Vermissten, sondern um das persönliche Hab und Gut der Erdbeben- und Tsunamiopfer. Männer und Frauen machen sich systematisch auf die Suche nach Fotos, Fotoalben und sonstigen Dingen von individuellem Wert. So wollen sie den Evakuierten wenigstens ein kleines Stückchen ihrer besseren Zeiten bewahren. Schon hat man Tausende von Fotos sorgfältig gesammelt, gereinigt und sortiert, um diese schließlich ihren Besitzern zurückzugeben. Wieviele der fotografierten Erinnerungen allerdings in die richtigen Hände zurückfinden werden, ist noch nicht abzusehen. Möglicherweise ist ein beträchtlicher Teil der abgebildeten Personen schon nicht mehr am Leben. Dennoch werden diejenigen, die das Erdbeben und den nachfolgenden Tsunami überlebt haben, sich freuen, einen Beweis für die "guten alten Zeiten" zu besitzen.
Durch das Erdbeben vom 11. März 2011 und den darauf gefolgten Tsunami sind an der Nordostküste von Japan mindestens 13.400 Menschen getötet worden und knapp 15.000 werden noch vermisst. Die Überlebenden sind aus ihren Heimatorten evakuiert worden und sind seitdem in Notunterkünften untergebracht. Die meisten von ihnen wissen nicht einmal, ob sie jemals wieder in ihre Heimat zurückkehren können.
Von TEPCO wurden den Evakuierten jetzt pro Haushalt 8.000,- EUR Entschädigungsgeld zugesagt. Es sei jedoch nicht ausgeschlossen, dass noch weitere Zahlungen folgen würden.
Text: ©V.Nagata, JAPAN access




