Ein typisches Beispiel, das sowohl kulturübergreifende als auch typisch deutsch-japanische Dynamiken verdeutlicht:
Ein deutscher Manager auf oberer Führungsebene eines international aufgestellten deutschen Konzerns kontaktiert mich und beschreibt folgende Situation:
"Wir entwickeln gemeinsam für einen großen japanischen Hersteller ein neues Produkt.
In Japan sind einige Ingenieure auch an der Produktentwicklung beteiligt. Außerdem hat die japanische Niederlassung die Aufgaben der Qualitätssicherung für den japanischen Markt und der "face-to-the-customer"/Customer Relationship.
Unser Projekt läuft seit 1,5 Jahren und die Meilensteine und Deadlines sind immer weniger im grünen Bereich. Produktionsstart soll in 6 Monaten sein.
Das Problem ist, dass die japanischen Kollegen zwar ganz nette Kerle sind und auch wie verrückt arbeiten, aber dabei völlig unsystematisch und unstrukturiert sind.
Wir denken, wir haben schon was erledigt und dann kommt wieder eine neue Anfrage oder eine neue Idee. Angeblich ein "Wunsch des Kunden" und dabei immer mit dem Vermerk "very urgent". Die scheinen einfach kein anständiges Projektmanagement lernen zu wollen."



