Die japanischen Kollegen dagegen bringen deutlich zum Ausdruck, dass sie sich ohne einen Beziehungsaufbau am Anfang und ohne folgenden persönlichen Kontakt nicht arbeitsfähig fühlen. Dieses Gefühl wird durch die Unsicherheit in der gemeinsamen Sprache Englisch noch verstärkt. Am Ende entsteht der Eindruck man kenne den anderen gar nicht, schlimmstenfalls sogar der, der andere verhindere bewusst ein positives Kennenlernen.
Wie könnte eine mögliche Lösung aussehen?
Persönliches Kennenlernen und Vertrauensaufbau sind Grundvoraussetzung. Kommunikation ist das Zauberwort.
Doch wie genau?
Das Minimum sollte ein persönliches Kick-Off-Meeting am Anfang der Zusammenarbeit sein. Daran wird leider meistens gespart, weil der Aufwand bei internationalen Teams zu hoch erscheint.
Ich kann jedoch versichern, dass es sich hier, im Vergleich zu den später entstehenden Kosten durch Verlangsamung und Blockaden, nur um "peanuts" handelt.
Wie geht es weiter?
Ein typischer Lösungsweg:
a) Umfeldanalyse durch Interviews
b) Trainings zur "Collaboration in international project teams" - um eine gemeinsame Sprache zu schaffen, aber auch um Ärger herauszunehmen, der die nachfolgenden Workshops blockieren könnte.
b) Gemeinsame Teamworkshops möglichst auf neutralem Boden.
Ohne die Unterstützung der Führungskräfte geht es nicht! Auch sie müssen mit an Lösungen arbeiten, damit diese auch greifen:
c) Workshops auf Managementebene
Und zum Schluss der prüfende Blick:
d) Interviews zur Transferüberprüfung
Text: © kAN Consulting Anne Niesen, www.kAN-consulting.com
Anne Niesen, kAN Consulting, ist Expertin für transkulturelle Personalentwicklung und Japan.
Bilder im Text: © Japan Photo Archiv




