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Japanische Feiertage und Gedenktage |
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In Japan gibt es 14 Nationalfeiertage und 3 wichtige Ferienzeiten (Neujahr, Ende April-Anfang Mai, O-Bon im Sommer). Für einen Feiertag, der auf einen Sonntag fällt, wird der darauffolgende Montag als Ausgleichsfeiertag freigegeben. Folgende Tabelle gibt einen kurzen Überblick über die Feiertage im japanischen Jahresverlauf. Klicken Sie auf den jeweiligen Feiertag, dann erfahren Sie, was es mit dem Feiertag auf sich hat. Nationale Feiertage sind rot markiert.
Als Schmuck stellt man kadomatsu (Gestecke aus Kiefernzweigen, Bambusrohren und Pflaumenblüten) an die Seiten des Haus- oder Wohnungseingangs. Ein vollständiger Satz hina-ningyô umfaßt 15 Puppen (Reihenfolge von oben nach unten): den Kaiser und die Kaiserin, 3 Zofen, 5 Hofmusikanten, 2 Minister und 3 Kammerherren. Neben und zwischen den Puppen finden sich u.a. noch Miniaturgegenstände wie ein mit Goldpapier bespannter Wandschirm (hinter dem Kaiserpaar), Papierlaternchen, Tabletts mit Reiskuchen, Holzgefäße mit Süßigkeiten und Pfirsichblütenzweige (echt oder unecht).
Wertvolle hina-ningô werden von Generation zu Generation weitergegeben. Die Anschaffung solcher Puppen mitsamt Zubehör kann sehr teuer werden, zumal manche hina-dan eine stattliche Größe erreichen. Aber glücklicherweise gibt es heutzutage zahlreiche Variationen für den kleineren Geldbeutel, vom winzigen Papierkästchen mit einem herausziehbaren 3-Stufen hina-dan über Plastiknachbildungen bis hin zur origami-Version. 14. März howaito-dê (White Day, Weisser Tag): Dieser "Feiertag" wurde von den Japanern erfunden. Am Weissen Tag erwidern die Männer das Valentinsgeschenk der Frauen doppelt. Da es sich dabei nicht selten um Schlüpfer handelt, redet man auch oft vom "Schlüpfer-Tag" (knickers giving day). 21. März, nationaler Feiertag shunbun-no-hi (Frühlingsbeginn, Tag-und Nachtgleiche im Frühling): Man besucht die Grabstätten der Vorfahren, reinigt sie und stellt frische Blumen auf. Ôgon-shûkan (Goldene Woche): In der Zeit zwischen dem 29. April und dem 5. Mai liegen mehrere Feiertage, wodurch die goldene Woche neben den Neujahrsferien und den Sommerferien zu einer der wichtigsten Ferienzeiten Japans wurde. Wer in der goldenen Woche nach / in Japan reist, muß mit vielen japanischen Reisenden rechnen (auch im Flugverkehr von / nach Japan), ebenso wie mit mehrfach erhöhten Hotelpreisen. 29. April, nationaler Feiertag midori-no-hi (Grüner Tag): Ursprünglich wurde am 29.April der Geburtstag des Shôwa-Kaisers (Hirohito) gefeiert. Nachdem dieser 1989 verstarb, benannte man den Tag von tennô-tanjôbi kurzerhand in midori-no-hi um, und gedenkt auf diese Weise der Natur und Umwelt, denen sich Kaiser Hirohito zu Lebzeiten sehr verbunden fühlte. 3. Mai, nationaler Feiertag kenpô-kinen-bi (Verfassungs-Gedenktag): Man gedenkt des Inkrafttretens der Nachkriegsverfassung von 1947. 4. Mai kokumin-no-kyûjitsu (Voksfeiertag): Da der 4. Mai zwischen 2 Feiertagen liegt, richtete man ihn kurzerhand als zusätzlichen Feiertag ein, um so eine längere zusammenhängende Ferienzeit zu ermöglichen. 5. Mai, nationaler Feiertag kodomo-no-hi (Tag der Kinder): Ein Feiertag für die Jungen, an dem man den Söhnen des Hauses Glück und eine gute Zukunft wünscht. Früher nannte man diesen Tag "tango no sekku". Haushalte mit Söhnen hängen an diesem Tag Karpfen-Windhosen (koinobori) draussen auf. Die Anzahl und Farbe / Größe der Karpfen-Fahnen richtet sich nach dem Rang / Geschlecht der Familienmitglieder: für den Vater gilt ein großer schwarzer Karpfen an der Spitze der Fahnenstange, darunter folgt der etwas kleinere rote Karpfen für die Mutter und schließlich folgen dem Alter, der Zahl und der Größe der Jungen entsprechend blaue Karpfen. Für die Töchter hängt man traditionell keine Karpfen-Fahnen auf. Die Karpfen symbolisieren Kraft und Ausdauer, die die Jungen benötigen, um sich im Leben zu behaupten.
Ähnliches gilt für die Samuraipuppen, die an diesem Tag im besten Zimmer aufgestellt werden.
7. Juli bzw. mancherorts auch 7. August tanabata-matsuri (Sternenfest): In einer chinesischen Legende lieben sich zwei Sterne: Vega, die Weberin und Altair, der Hirte. Die Liebenden können nur an diesem einen Tag in der Milchstraße zusammenkommen. Man schreibt Wünsche auf farbige Papierstreifen und hängt diese an Bambusstöcke und -zweige, die auch mit anderem farbenfrohem Zierat dekoriert werden. 3. Montag im Juli, nationaler Feiertag umi-no-hi (Tag des Meeres, Tag der Marine): Würdigung der Marine aus Anlaß einer Kreuzfahrt des Meiji-Tennô Mutsuhito im Juli 1876. 13.-16. August, in manchen Regionen auch Mitte Juli o-bon (O-Bon, Laternenfest): Buddhistisches Fest zu Ehren der Ahnen. Die Buddhisten glauben, daß die Geister der Ahnen zu ihren Familien zurückkehren für die Dauer des O-Bon-Festes. Damit die Geister der Verstorbenen den Weg nach Hause leichter finden, werden vielerorts Laternen vor dem Haus aufgehängt. In den Tempeln werden religiöse Zeremonien abgehalten. Die Familien beten vor dem Hausaltar, stellen dort frische Blumen auf, zünden Räucherstäbchen und bieten den Verstorbenen frische Süßigkeiten an. Man besucht die Familiengräber und spricht ein Gebet, erneuert auch dort die Blumen. In ganz Japan finden zu dieser Zeit O-Bon-Tänze (bon-odori) zu Ehren der Ahnen statt. Zum Ende des O-Bon-Festes setzt man an manchen Orten Laternen schwimmende Laternen auf Flüsse, Bäche und Seen, um den Geistern der Ahnen den Weg zurück zu zeigen. Die O-Bon-Woche ist eine der Haupt-Ferienzeiten in Japan. Auch in dieser Zeit ist der Reiseverkehr stark erhöht und man bemerkt eine allgemeine Preiserhöhung. 3. Montag im September, nationaler Feiertag keirô-no-hi (Tag zur Ehrung des Alters): Diejenigen, die im Laufe des Jahres ihr 100. Lebensjahr vollenden, bekommen am 15. September vom Ministerpräsidenten eine Glückwunschkarte zusammen mit einem Silberbecher. 22. September, nationaler Feiertag shûbun-no-hi (Herbstbeginn, Tag- und Nachtgleiche im Herbst): In der Woche um den 22. September (o-higan) halten die buddhistischen Familien spezielle Zeremonien für ihre Ahnen ab und besuchen die Grabstätten. 2. Montag im Oktober, nationaler Feiertag taiiku-no-hi (Tag des Sports und den Gesundheit): Gedenktag anläßlich der Eröffnung der olymp. Spiele in Tôkyô 1964 3. November, nationaler Feiertag bunka-no-hi (Tag der Kultur): Die Regierung gibt die Namen von Bürgern öffentlich bekannt, die sich um die Kultur besonders verdient gemacht haben und im Kaiserpalast werden in Anwesenheit des Kaisers Verdienstorden verliehen. 15. November shichi-go-san (Sieben-fünf-drei, Tag der Sieben-, Fünf- und Dreijährigen): Dieser Festtag ist den fünf- und dreijährigen Jungen gewidmet, ebenso wie den sieben- und dreijährigen Mädchen. Kinder in diesem Alter ziehen ihren Festkimono an und besuchen in Begleitung ihrer Eltern einen Schrein in ihrer Nachbarschaft, wo man für ihre Gesundheit dankt und für eine gute Zukunft betet. Die Kinder werden dort auch gesegnet. Nach dem Besuch des Schreins bekommen die Kinder lange, süße Stangen (chitose) in einer Tüte, die mit Kranichen und / oder Schildkröten verziert ist. Beide Tiere symbolisieren ein langes Leben.
23. November, nationaler Feiertag kinrô-kansha-no-hi (Tag des Dankes für die Arbeit): Zum Gedenken an die Bedeutung der Arbeit für die Menschen. 23. Dezember, nationaler Feiertag tennô-tanjôbi (Geburtstag des Kaisers): An einem Tag im Jahr feiert man natürlich auch den Geburtstag des momentanen japanischen Kaisers. Der jetzige Kaiser von Japan ist Kaiser Akihito, der 125. Kaiser, der am 23. Dezember Geburtstag hat. Der Geburtstag des Kaisers ist grundsätzlich ein nationaler Feiertag. 25. Dezember kurisumasu (Weihnachten): Schon lange vor Weihnachten kann man überall Weihnachtsdekorationen und Weihnachtslieder wahrnehmen. Dennoch wird Weihnachten in Japan nicht so ernst genommen wie in Europa, nicht zuletzt wegen der verschwindend geringen Zahl der japanischen Christen. Daher finden an Weihnachten auch keine Feiern im Kreis der Familie statt. Junge Paare und auch junge Familien gehen an diesem Tag gern in ein schickes Restaurant. Gegen Ende des Jahres bônen-kai (Jahresendfeier, Feier zum Verabschieden des alten Jahres): Arbeitskollegen, Klubmitlieder, Studentenvereinigungen etc. treffen sich gerne zu einer bônen-kai, um das alte Jahr gebührend zu verabschieden und zurückliegende Streitigkeiten oder Unstimmigkeiten zu vergessen. Auf den Jahresendfeiern wird reichlich Sake getrunken, und so ist es auch nicht verwunderlich, wenn im Laufe Feierstunden die Anwesenden immer mehr aus sich herausgehen und vielleicht sogar einmal den Vorgesetzten oder Kollegen gegenüber ihre Zurückückhaltung fallen lassen und diesen einmal deutlich ihre Meinung sagen.
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