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• Japanische Feiertage und Gedenktage

Für Japanreisende ist es ein Muß, den einen oder anderen japanischen Feiertag selbst zu erleben. Auf diese Weise lernt man viel über die Kultur Japans. Die besten Gelegenheiten dazu bieten sich, wenn man um Neujahr, im Mai oder während des Sommers nach Japan reist. (Weiter zu den japanischen Feiertagen ...)

• Grundwörter zu den japanischen Feiertagen
• Links zum Thema
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Japanische Feiertage und Gedenktage
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In Japan gibt es 14 Nationalfeiertage und 3 wichtige Ferienzeiten (Neujahr, Ende April-Anfang Mai, O-Bon im Sommer).
Für einen Feiertag, der auf einen Sonntag fällt, wird der darauffolgende Montag als Ausgleichsfeiertag freigegeben.
Folgende Tabelle gibt einen kurzen Überblick über die Feiertage im japanischen Jahresverlauf. Klicken Sie auf den jeweiligen Feiertag, dann erfahren Sie, was es mit dem Feiertag auf sich hat. Nationale Feiertage sind rot markiert.

 
Februar    
setsubun
kenkoku-kinenbi
Valentine's Day
März    
hina-matsuri
howaito-dê


Details zu den japanischen Feiertagen: 

1. Januar, nationaler Feiertag
o-shôgatsu,ganjitsu
(Neujahr):

Wichtigster Feiertag in Japan, an dem die Japaner ihre Heimatstadt bzw. ihr Elternhaus besuchen. Für diese Zeit, in der die meisten Geschäfte und Restaurants geschlossen bleiben, wird ein Festessen vorbereitet, das in Holzkästen aufbewahrt und im Laufe dreier Feiertage verspeist wird (o-sechi ryôri). Ein weiteres traditionelles Neujahrsessen sind o-mochi, Reiskuchen aus gestampftem Reis, und o-zôni (eine traditionelle Neujahrs-Gemüsesuppe mit o-mochi darin).kagami-mochi mit Mandarine
In Form von kagami-mochi (2 mochi-Kugeln aufeinander) sieht man mochi häufig als Neujahrsdekoration, gekrönt von einer mikan, Mandarine (s. Abb. rechts).
Bis zum Silvesterabend wird am Arbeitsplatz und zuhause aufgeräumt, das Haus wird saubergemacht, letzte Einkäufe werden getätigt und Neujahrsgrüße (nengajô) verschickt.

Kadomatsu
© Japan Photo Archiv
Kadomatsu, copyright: Japan Photo Archiv

Als Schmuck stellt man kadomatsu (Gestecke aus Kiefernzweigen, Bambusrohren und Pflaumenblüten) an die Seiten des Haus- oder Wohnungseingangs.
Das joya-no-kane bezeichnet die mitternächtlichen 108 Glockenschläge der Tempelglocke, die in der Silvesternacht das alte Jahr verabschieden und die Ankunft des neuen Jahres laut verkünden. Die ersten 107 Glockenschläge werden vor Mitternacht geläutet und der 108. Glockenschlag bei Beginn des neuen Jahres.
Gemäß dem buddhistischen Glauben symbolisieren die Glockenschläge die 108 Begierden des Menschen. Mit dem Ausklang des letzten Glockenschlages sind diese Begierden vertrieben und man kann das neue Jahr mit reinem Geist beginnen.
Am Neujahrstag (ganjitsu) ist es üblich, einen Schrein oder Tempel aufzusuchen (hatsumôde, erster Besuch im neuen Jahr). Den Rest des Tages verbringen die meisten Japaner im Kreis der Familie. Die Kinder bekommen in einem Umschlag o-toshidama (ein Geldgeschenk) von Verwandten, Nachbarn oder Freunden überreicht.
Der 2. Januar ist die eine von 2 Gelegenheiten im Jahr, den japanischen Kaiser im Kaiserpalast in Person sehen zu können. Der Kaiser hält an diesem Tag von der Palastveranda aus eine kurze Neujahrsansprache.
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2. Montag im Januar, nationaler Feiertag
seijin-no-hi
(Tag der Volljährigkeit):

Der Erwachsenen-Tag gilt den jungen Männern und Frauen, die vergangenen Jahr 20 Jahre alt geworden sind. Sie werden vom jeweiligen Rathaus eingeladen, um ihre Volljährigkeit feierlich zu begehen. Der Tag wird in Tempeln und Schreinen zeremoniell gefeiert, die jungen Frauen tragen einen Fest-Kimono.
Ab dem 20. Lebensjahr gelten die Japaner als vollverantwortliche Bürger.
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3. Februar
Setsubun
(Zeremonie des Bohnenwerfens):

Achtung, hier wird mit Bohnen geworfen! Am Abend des 3. Februar werfen die Japaner geröstete Sojabohnen im Haus und um das Haus herum, um es von den bösen Geistern zu reinigen. Oft zieht sich ein Familienmitglied eine oni-Maske (Teufel, böser Geist) über und wird dann mit den Bohnen beworfen. Beim Bohnenwerfen macht man viel Krach und ruft laut:"Fuku wa uchi, Oni wa soto" (etwa: "Glück komm herein, Schlechtes hinaus!").
In Schreinen und Tempeln werden bekannte männliche Persönlichkeiten (z.B. Sumoringer, Politiker, Schauspieler) gebeten, Bohnen in das Publikum zu werfen. Üblicherweise bevorzugt man hierfür diejenigen, die im Tierkreiszeichen des jeweiligen Jahres geboren wurden (toshi-otoko).
Ebenso ist es üblich, eine dem eigenen Alter entsprechende Anzahl von gerösteten Sojabohnen zu verspeisen, und für ein glückliches Zuhause zu beten.
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11. Februar, nationaler Feiertag
kenkoku-kinenbi
(Tag der Staatsgründung):

An diesem Tag gedenkt man der Gründung Japans und spricht Wünsche für die Zukunft aus. Alten japanischen Legenden zufolge errichtete an diesem Tag Kaiser Jimmu, der erste Kaiser Japans, seine Hauptstadt in der Yamato-Region.
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14. Februar
Valentine's Day
(Valentinstag):

Im Gegensatz zu westlichen Gebräuchen, sind es in Japan üblicherweise die Frauen, die am Valentinstag die Geschenke verteilen. Zumeist handelt es sich dabei um Schokolade, die nicht nur dem Freund oder Ehemann überreicht wird, sondern ebenso männlichen Bekannten und Kollegen. Viele japanische Männer haben jedoch nichts für Süßigkeiten übrig, und so ist es zumeist die Ehefrau, die das süße Geschenk verspeist.
Einen Monatspäter, am Weißen Tag, müssen die Beschenkten übrigens das Doppelte zurückschenken.
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3. März
hina-matsuri
(Puppenfest, Mädchenfest):

Zierliche, kunstvoll gefertigte und im Heian-Stil gekleidete Puppen (hina-ningyô), die das Kaiserpaar und seinen Hofstaat darstellen, werden für etwas 1 Woche auf einem mehrstufigen, mit rotem Stoff verkleideten Podest (hina-dan) im besten Zimmer des Hauses aufgestellt. Man wünscht den unverheirateten Mädchen auf diese Weise einen glücklichen Lebensverlauf.

Hina-dan
© Japan Photo Archiv
Hina-dan, copyright: Japan Photo Archiv
Ein vollständiger Satz hina-ningyô umfaßt 15 Puppen (Reihenfolge von oben nach unten): den Kaiser und die Kaiserin, 3 Zofen, 5 Hofmusikanten, 2 Minister und 3 Kammerherren. Neben und zwischen den Puppen finden sich u.a. noch Miniaturgegenstände wie ein mit Goldpapier bespannter Wandschirm (hinter dem Kaiserpaar), Papierlaternchen, Tabletts mit Reiskuchen, Holzgefäße mit Süßigkeiten und Pfirsichblütenzweige (echt oder unecht).
Wertvolle hina-ningô werden von Generation zu Generation weitergegeben. Die Anschaffung solcher Puppen mitsamt Zubehör kann sehr teuer werden, zumal manche hina-dan eine stattliche Größe erreichen. Aber glücklicherweise gibt es heutzutage zahlreiche Variationen für den kleineren Geldbeutel, vom winzigen Papierkästchen mit einem herausziehbaren 3-Stufen hina-dan über Plastiknachbildungen bis hin zur origami-Version.
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14. März
howaito-dê
(White Day, Weisser Tag):

Dieser "Feiertag" wurde von den Japanern erfunden. Am Weissen Tag erwidern die Männer das Valentinsgeschenk der Frauen doppelt. Da es sich dabei nicht selten um Schlüpfer handelt, redet man auch oft vom "Schlüpfer-Tag" (knickers giving day).
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21. März, nationaler Feiertag
shunbun-no-hi
(Frühlingsbeginn, Tag-und Nachtgleiche im Frühling):

Man besucht die Grabstätten der Vorfahren, reinigt sie und stellt frische Blumen auf.
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Ôgon-shûkan
(Goldene Woche):

In der Zeit zwischen dem 29. April und dem 5. Mai liegen mehrere Feiertage, wodurch die goldene Woche neben den Neujahrsferien und den Sommerferien zu einer der wichtigsten Ferienzeiten Japans wurde. Wer in der goldenen Woche nach / in Japan reist, muß mit vielen japanischen Reisenden rechnen (auch im Flugverkehr von / nach Japan), ebenso wie mit mehrfach erhöhten Hotelpreisen.
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29. April, nationaler Feiertag
midori-no-hi
(Grüner Tag):

Ursprünglich wurde am 29.April der Geburtstag des Shôwa-Kaisers (Hirohito) gefeiert. Nachdem dieser 1989 verstarb, benannte man den Tag von tennô-tanjôbi kurzerhand in midori-no-hi um, und gedenkt auf diese Weise der Natur und Umwelt, denen sich Kaiser Hirohito zu Lebzeiten sehr verbunden fühlte.
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3. Mai, nationaler Feiertag
kenpô-kinen-bi
(Verfassungs-Gedenktag):

Man gedenkt des Inkrafttretens der Nachkriegsverfassung von 1947.
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4. Mai
kokumin-no-kyûjitsu
(Voksfeiertag):

Da der 4. Mai zwischen 2 Feiertagen liegt, richtete man ihn kurzerhand als zusätzlichen Feiertag ein, um so eine längere zusammenhängende Ferienzeit zu ermöglichen.
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5. Mai, nationaler Feiertag
kodomo-no-hi
(Tag der Kinder):

Ein Feiertag für die Jungen, an dem man den Söhnen des Hauses Glück und eine gute Zukunft wünscht. Früher nannte man diesen Tag "tango no sekku".
Koi-nobori
© Japan Photo Archiv
Koi-nobori, copyright: Japan Photo Archiv
Haushalte mit Söhnen hängen an diesem Tag Karpfen-Windhosen (koinobori) draussen auf. Die Anzahl und Farbe / Größe der Karpfen-Fahnen richtet sich nach dem Rang / Geschlecht der Familienmitglieder: für den Vater gilt ein großer schwarzer Karpfen an der Spitze der Fahnenstange, darunter folgt der etwas kleinere rote Karpfen für die Mutter und schließlich folgen dem Alter, der Zahl und der Größe der Jungen entsprechend blaue Karpfen. Für die Töchter hängt man traditionell keine Karpfen-Fahnen auf. Die Karpfen symbolisieren Kraft und Ausdauer, die die Jungen benötigen, um sich im Leben zu behaupten.
Samuraipuppe -
Symbol für Kraft und Ausdauer
Samuraipuppe - kodomo no hi
Ähnliches gilt für die Samuraipuppen, die an diesem Tag im besten Zimmer aufgestellt werden.
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7. Juli bzw. mancherorts auch 7. August
tanabata-matsuri
(Sternenfest):

In einer chinesischen Legende lieben sich zwei Sterne: Vega, die Weberin und Altair, der Hirte. Die Liebenden können nur an diesem einen Tag in der Milchstraße zusammenkommen.
Man schreibt Wünsche auf farbige Papierstreifen und hängt diese an Bambusstöcke und -zweige, die auch mit anderem farbenfrohem Zierat dekoriert werden.
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3. Montag im Juli, nationaler Feiertag
umi-no-hi
(Tag des Meeres, Tag der Marine):

Würdigung der Marine aus Anlaß einer Kreuzfahrt des Meiji-Tennô Mutsuhito im Juli 1876.
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13.-16. August, in manchen Regionen auch Mitte Juli
o-bon
(O-Bon, Laternenfest):

Buddhistisches Fest zu Ehren der Ahnen. Die Buddhisten glauben, daß die Geister der Ahnen zu ihren Familien zurückkehren für die Dauer des O-Bon-Festes. Damit die Geister der Verstorbenen den Weg nach Hause leichter finden, werden vielerorts Laternen vor dem Haus aufgehängt. In den Tempeln werden religiöse Zeremonien abgehalten. Die Familien beten vor dem Hausaltar, stellen dort frische Blumen auf, zünden Räucherstäbchen und bieten den Verstorbenen frische Süßigkeiten an. Man besucht die Familiengräber und spricht ein Gebet, erneuert auch dort die Blumen.
In ganz Japan finden zu dieser Zeit O-Bon-Tänze (bon-odori) zu Ehren der Ahnen statt. Zum Ende des O-Bon-Festes setzt man an manchen Orten Laternen schwimmende Laternen auf Flüsse, Bäche und Seen, um den Geistern der Ahnen den Weg zurück zu zeigen.
Die O-Bon-Woche ist eine der Haupt-Ferienzeiten in Japan. Auch in dieser Zeit ist der Reiseverkehr stark erhöht und man bemerkt eine allgemeine Preiserhöhung.
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3. Montag im September, nationaler Feiertag
keirô-no-hi
(Tag zur Ehrung des Alters):

Diejenigen, die im Laufe des Jahres ihr 100. Lebensjahr vollenden, bekommen am 15. September vom Ministerpräsidenten eine Glückwunschkarte zusammen mit einem Silberbecher.
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22. September, nationaler Feiertag
shûbun-no-hi
(Herbstbeginn, Tag- und Nachtgleiche im Herbst):

In der Woche um den 22. September (o-higan) halten die buddhistischen Familien spezielle Zeremonien für ihre Ahnen ab und besuchen die Grabstätten.
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2. Montag im Oktober, nationaler Feiertag
taiiku-no-hi
(Tag des Sports und den Gesundheit):

Gedenktag anläßlich der Eröffnung der olymp. Spiele in Tôkyô 1964
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3. November, nationaler Feiertag
bunka-no-hi
(Tag der Kultur):

Die Regierung gibt die Namen von Bürgern öffentlich bekannt, die sich um die Kultur besonders verdient gemacht haben und im Kaiserpalast werden in Anwesenheit des Kaisers Verdienstorden verliehen.
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15. November
shichi-go-san
(Sieben-fünf-drei, Tag der Sieben-, Fünf- und Dreijährigen):

Dieser Festtag ist den fünf- und dreijährigen Jungen gewidmet, ebenso wie den sieben- und dreijährigen Mädchen. Kinder in diesem Alter ziehen ihren Festkimono an und besuchen in Begleitung ihrer Eltern einen Schrein in ihrer Nachbarschaft, wo man für ihre Gesundheit dankt und für eine gute Zukunft betet. Die Kinder werden dort auch gesegnet.
Dreijährige im Festkimono
© Japan Photo Archiv
Dreijährige im Festkimono, copyright: Japan Photo Archiv
Nach dem Besuch des Schreins bekommen die Kinder lange, süße Stangen (chitose) in einer Tüte, die mit Kranichen und / oder Schildkröten verziert ist. Beide Tiere symbolisieren ein langes Leben.
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23. November, nationaler Feiertag
kinrô-kansha-no-hi
(Tag des Dankes für die Arbeit):

Zum Gedenken an die Bedeutung der Arbeit für die Menschen.
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23. Dezember, nationaler Feiertag
tennô-tanjôbi
(Geburtstag des Kaisers):

An einem Tag im Jahr feiert man natürlich auch den Geburtstag des momentanen japanischen Kaisers. Der jetzige Kaiser von Japan ist Kaiser Akihito, der 125. Kaiser, der am 23. Dezember Geburtstag hat. Der Geburtstag des Kaisers ist grundsätzlich ein nationaler Feiertag.
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25. Dezember
kurisumasu
(Weihnachten):

Schon lange vor Weihnachten kann man überall Weihnachtsdekorationen und Weihnachtslieder wahrnehmen. Dennoch wird Weihnachten in Japan nicht so ernst genommen wie in Europa, nicht zuletzt wegen der verschwindend geringen Zahl der japanischen Christen. Daher finden an Weihnachten auch keine Feiern im Kreis der Familie statt. Junge Paare und auch junge Familien gehen an diesem Tag gern in ein schickes Restaurant.
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Gegen Ende des Jahres
bônen-kai
(Jahresendfeier, Feier zum Verabschieden des alten Jahres):

Arbeitskollegen, Klubmitlieder, Studentenvereinigungen etc. treffen sich gerne zu einer bônen-kai, um das alte Jahr gebührend zu verabschieden und zurückliegende Streitigkeiten oder Unstimmigkeiten zu vergessen. Auf den Jahresendfeiern wird reichlich Sake getrunken, und so ist es auch nicht verwunderlich, wenn im Laufe Feierstunden die Anwesenden immer mehr aus sich herausgehen und vielleicht sogar einmal den Vorgesetzten oder Kollegen gegenüber ihre Zurückückhaltung fallen lassen und diesen einmal deutlich ihre Meinung sagen. 

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Grundwörter zu den japanischen Feiertagen:

matsuri: Fest, Festival, Feier
...no-hi: Tag des / der ...
o-sechi-ryôri: Jahreszeiten-Festgericht (insbesondere zu Neujahr)
o-mochi: Mochi [Aussprache: motschi], formbare Masse aus gestampftem Klebreis; häufig in Form abgeflachter Kugeln oder in rechteckiger Form.
kagami-mochi: Zu Neujahr stellt man kagami-mochi (Spiegel-mochi) als Dekoration auf. Dabei handelt es sich um 2 verschieden große Kugeln aus gestampftem Klebreis aufeinander; auf einer großen mochi-Kugel liegt eine kleinere, obenauf eine Mandarine. Gibt es auch in Plastik oder verschiedensten anderen Variationen und Größen.
nengajô: Neujahrsgruß in Form einer Postkarte. Jedes Jahr müssen viele Aushilfsbriefträger eingestellt werden, um die enormen Mengen an Neujahrspost bewältigen zu können.
kadomatsu: Neujahrskiefer; Gesteck aus Kiefernzweigen, Bambusrohren und Pflaumenblüten, üblicherweise paarweise an den Seiten des Hauseingangs aufgestellt.
joya: Silvesterabend
joya-no-kane: Glockengeläut am Silvesteraben, bestehend aus 108 Glockenschlägen
ganjitsu: Neujahrstag (1.Januar)
hatsumôde: erster Schrein- oder Tempelbesuch an Neujahr
o-toshidama: Neujahrsgeschenk für Kinder (ein Umschlag mit Geldscheinen)
Fuku wa uchi, Oni wa soto: "Glück komm herein, Schlechtes hinaus!". Ruf beim Bohnenwerfen anläßlich des setsubun.
toshi-otoko: Männer, die im Tierkreiszeichen des aktuellen Jahres geboren wurden
hina-dan: 3-, 5- oder 7-stufiges, mit rotem Stoff verkleidetes Podest, auf dem an hina-matsuri bis zu 15 hina-ningyô mitsamt Zubehör arrangiert werden.
hina-ningyô: Die bis zu 15 im Heian-Stil gekleideten Puppen, die an hina-matsuri auf das hina-dan gestellt werden.
tennô-tanjôbi: Geburtstag des Kaisers
koi-nobori: Windhosen in Form von Karpfen, die an kodomo-no-hi an einer Stange oder an einer Schnur aufgehängt werden (Details s. kodomo-no-hi).
bon-odori: Tanz (zumeist einer Gruppe von Tänzern/Tänzerinnen) zu Ehren der Ahnen anläßlich des O-Bon-Festes
o-higan: Die Woche um die Tag- und Nachtgleiche im Frühling oder Herbst
chitose: Stangenförmige Süßigkeit in rot und weiß, überreicht an 3-, 5- und 7-Jährige nach dem Schreinbesuch an shichi-go-san
bônen-kai: Jahresendfeier (Details s. oben: bônen-kai) 

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Links zum Thema japanische Feiertage / Festivals / Gedenktage:

• Liste japanischer Feiertage mit Erklärungen: http://www.japan-guide.com/d/d2062.html (D)
• Japanische Nationalfeiertage und sonstige Festtage: http://www.jref.com/culture/japanese_national_holidays.shtml (E)
• Festivalkalender der Japanischen Fremdenverkehrszentrale: kurze Informationen über verschiedene Festivals in Japan. http://www.jnto.de (D)
• Japanische Tradition und Gebräuche, Beschreibung + Bilder: http://www.ajinomoto.com/traditions/summer_04.html (E)
• Festival-Fotos: http://211.14.131.72/index_e.html (E)  

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Bücher /Medien über Japan u. japanische Feste:


Text: V.Nagata, JAPAN access, Bilder im Text z.T. Japan Photo Archiv

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