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Japankino: Humanity and Paper Balloons Original: Ninjo kami fusen (1937) von Sadao Yamanaka |
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Humanity and Paper Balloons Im Alter von nur 29 Jahren starb Regisseur Sadao Yamanaka an der Front in China, lediglich eine Handvoll Filme hatte er bis dahin gedreht. Humanity and Paper Balloons zeigt eindrucksvoll, welch großer Verlust sein früher Tod für das japanische Kino war.
Beiden geht es dabei nicht um das Lösegeld, sondern um Genugtuung: Shinza hat mit dem Yakuza, der die Tochter schützen soll, noch eine Rechnung offen; Matajuro wurde vom Vermittler der Hochzeit erniedrigt. Für einen kurzen Moment können die beiden triumphieren, doch der Film endet wie er begann, mit dem einzigen Ausweg, der sich der Unterschicht bietet: Selbstmord und Tod.
An Matajuros und Shinzas Beispielen zeigt Regisseur Yamanaka idealtypisch zwei Arten, mit dem harten Leben am Rande der Gesellschaft umzugehen. Doch keiner der beiden hat eine Chance, dem Armenviertel zu entkommen und ein selbstbestimmtes Leben zu führen. Die Menschen, die Yamanaka mit wenigen Gesten so warm ausgestaltet, dass man sie schon nach ein paar Minuten ins Herz geschlossen hat, sind nichts als Spielbälle derjenigen, die in der sozialen Rangordnung oben stehen. Mit großem Einfühlungsvermögen, das zu keiner Zeit auf billiges Mitleid abzielt oder es auf unsere Tränendrüsen abgesehen hat, schildert Humanity and Paper Balloons das harte, von Ungerechtigkeiten, Entbehrungen und Erniedrigungen durch die Reichen und Mächtigen gezeichnete Leben der Unterprivilegierten. Yamanakas Kritik an einer von Männern dominierten Gesellschaft, welche mittels Macht, Geld und notfalls auch Einsatz von Gewalt ihre Interessen rücksichtslos durchsetzen und dabei das Leid und die Verzweiflung der Schwachen billigend in Kauf nehmen, ist eine der Sternstunden des Jidaigeki-Genres. Es bleibt zu hoffen, dass noch weitere Filme aus dem viel zu kleinen Werk dieses hochtalentierten Regisseurs in ähnlicher Qualität zugänglich gemacht werden.
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