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VERTRAUEN Grundsätzliches zum erfolgreichen Japangeschäft zu Teil 1 | zu Teil 3 |
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Vergleicht man deutsche und japanische Vertrauensauffassungen so dominiert beim Deutschen ein von Erziehung und Medien vorrangig geprägtes Bild des vertrauenswürdigen Menschen, der durch Alter, Erscheinung, Sprache und Auftreten Seriosität verkörpert, wobei der Prototyp etwa „Herrn Kaiser von der Hamburg-Mannheimer“ entspricht. Deutsche vertrauen mehr dem ersten Eindruck und gewichten rationale Zuwendung höher als emotionale Bindungsentscheidung. Die Meinung, dass der Betreffende sich Vertrauen zunächst verdienen müsse zielt in die Zukunft und legt der Spontaneität Vernunft gebundene Zügel an. Grundsätzlich ist Vertrauensbildung eine individuelle Festlegung, die auch gerne gegen die allgemeine Meinung getroffen wird. Japaner sind ebenfalls durch Erziehung und Medien beim Vertrauenschenken beeinflusst. Mehr jedoch als in Deutschland verschwindet die individuelle Ausrichtung hinter der Gruppenmeinung. Auch dem spontanen ersten Eindruck vertraut der Japaner weniger, sondern sichert seine Entscheidung gerne durch jede Menge Informationen ab. Dabei spielen Kompatibilität, Selbstrücknahme und makellose Biographie des zu Vertrauenden eine wesentliche Rolle. Statt westlicher Zukunftsorientierung mit Vertrauensvorschub herrscht konventionelle Absicherung vor, wobei letztere durch den emotionalen Eindruck „menschlicher Beziehung“ (ningen kankei) wesentlich ergänzt wird. Langfristige Orientierung und Absicherung durch Gruppenkonsens sind Merkmale japanischer Vertrauensgewinnung. Allein schon dieser Unterschied in der Vertrauensbildung zwischen Ich- und Wir-Bezogenheit, der vornehmlich kulturimmanent ist, macht die Notwendigkeit deutlich, bei gemeinsamer Geschäftsplanung mehr übereinander zu wissen. Geschichtliches wie sprachliches Grundwissen sind wünschenswert, doch hilft vor allem die Kenntnis bestimmter „Psychischer Pattern“, die japanisches (Berufs-)leben weitgehend bestimmen und deren Verstehen wichtige Hinweise liefern, dem japanischen Partner vertrauensvoll zu begegnen. Hier liegt ein Schwerpunkt gemeinsamer Seminararbeit, bei der u.a. das Erkennen und der Umgang mit typisch japanischen Mustern des Fühlens, Denkens und Handelns im Mittelpunkt stehen, von denen im Folgenden eine kurze repräsentative Auswahl beschrieben wird. • zu Vertrauen im Japangeschäft, Teil 1
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