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• Was man über Grüntee wissen sollte

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Was man über Grüntee wissen sollte
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In Japan wird grüner Tee unmittelbar nach dem Pflücken einer Heissdampfbehandlung unterzogen. So werden die Teeblätter gleichsam versiegelt, was ihren Oxydationsprozess verhindert. Damit wird erreicht, dass die Wirkstoffe des grünen Tees, vor allem der hohe Gehalt an Vitamin B1, C und E erhalten bleiben.
Beim schwarzen Tee werden die Blätter fermentiert oder halbfermentiert. Dabei geht der grösste Anteil der Vitamine verloren, da hier keine Behandlung erfolgt, die die Blätter versiegelt.

Grüner Tee enthält auch Theanin, das den meist unerwünschten Effekt des Teeins abmildert, nämlich Herzklopfen und Wachhalten. Theanin gibt dem Tee seinen Geschmack und ist ein Abkömmling (oder Derivat) der Aminosäuren.
Je besser die Qualität eines Tees desto höher der Gehalt an Theanin. Ergo: der Tee schmeckt besser!
Andererseits nimmt Theanin auch direkten Einfluss auf die Wirkung der Neutrotransmitter. Sogenannte a-Wellen, die das menschliche Gehirn im entspannten Zustand erzeugt, wurden in entsprechenden Untersuchungen nach einer Verabreichung von Theanin immer und über einen lang anhaltenden Zeitraum hinweg registriert. Ausserdem haben Forscher nachgewiesen, dass Theanin die Merkfähigkeit fördert.

Tee von höherer Qualität, wie etwa Gyokuro, Matcha oder hochwertiger Sencha, enthält grössere Mengen an Theanin. Zur Produktion von Gyokuro und Matcha werden die Teegärten schattiert. Dies geschieht, um die unter starkem Sonnenlicht auftretende Umwandlung von Theanin in Cathechine möglichst zu verringern. Die Blätter Senchas hoher Qualitäten werden in sehr jungem Zustand gepflückt. All diese positiven Wirkungen machen deutlich, warum man sich bei der Wahl seines Tees für die qualitativ hochwertigeren Sorten entscheiden sollte.

ZUBEREITUNG von japanischen Grüntees:
Es gibt kein allgemeingültiges Rezept für die Zubereitung von grünem Tee!
Natürlich werden die unterschiedlichen Sorten verschieden zubereitet, aber man sollte bedenken, dass Geschmack etwas ganz Individuelles ist. Man sollte einfach mal ausprobieren, wie einem der Tee am besten schmeckt.

Trotzdem möchten wir Ihnen ein paar Grundregeln über die Zubereitung der einzelnen Tees geben, damit Sie einmal ausprobieren können, wie er Ihnen schmeckt, wenn Sie ihn so zubereiten, wie es die Japaner tun. Auf jeder Packung ist darum angegeben, wie heiss das Wasser sein und wie lange er ziehen sollte.

SENCHA:
Wasser immer einmal gut durchkochen lassen. Die Anzahl der benötigten Teeassen damit zu 80% füllen. Wasser abkühlen lassen (Gradzahl s.Packung). Tee in die Kanne geben. Für 5 Personen 5-10g. Giessen Sie das passend abgekühlte Wasser aus den Tassen in die Kanne und lassen den Tee ziehen (Zeit s.Packung).
Giessen Sie in die einzelnen Tassen zunächst nur wenig Tee und füllen dann reihum nach bis die Kanne leer ist. Das gewährt eine gleichmässige Qualität des Tees für alle Tassen. So ist nicht eine stärker als die andere. Die Temperatur beträgt jetzt ca. 50-65°C.
GRUNDREGEL: Je heisser das Wasser, umso herber oder bitterer schmeckt der SENCHA. Wenn Sie es also herb mögen, nehmen Sie heisses Wasser, wenn Sie ihn lieber mild mögen, lassen Sie das Wasser etwas abkühlen. Je niedriger die Wassertemperatur, desto länger die Ziehzeit.

BANCHA und HOUJICHA:
Geben Sie die Teeblätter in die Kanne . Für 5 Personen ca. 10g. Giessen Sie mit kochendem Wasser auf, pro Person ca. 130ml, und lassen den Tee 30 Sekunden ziehen. Dann auf die Tassen verteilen. Die Temperatur beträgt jetzt ca. 75°C.

GYOKURO:
Giessen Sie heisses Wasser in die Kanne (Gradzahl s.Packung). Dann giessen Sie das Wasser in die benötigten Tassen und füllen diese zu 70%, ca. 20ml! Nach Möglichkeit sollte man spezielle Gyokuro-Tassen benutzen, die kleiner als die üblichen sind.
Geben Sie dann die Teeblätter in die Kanne. Für 3 Personen ca. 5-10g. Geben Sie das Wasser aus den Tassen in die Kanne und lassen den Tee 2 Minuten ziehen. Dann verteilen Sie ihn wieder reihum auf die Tassen bis zum letzten Tropfen. Die Temperatur beträgt jetzt ca. 35-40°C.

MATCHA:
Matcha besteht aus getrockneten Teeblättern, die zu feinem Pulver vermahlen wurden
. Wasser gut durchkochen und auf die gewünschte Gradzahl abkühlen lassen (s. Verpackung). Teepulver in eine Matcha-Schale geben, für 40ml ca.1.5g Matcha, d.h. etwa 3-4 Matcha-Teelöffel voll. Das Wasser auf den Tee giessen und mit einem Chasen, einem Teebesen, ca. 30 Sekunden lang verschlagen. Der Tee löst sich sofort auf und es bildet sich auf der Oberfläche etwas Schaum, der den Geschmack des Matcha günstig beeinflusst.

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