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Japanische Schmiedekunst für die Lust am professionellen Kochen |
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Japanische Kochmesser erfreuen sich in europäischen Küchen immer größerer Beliebtheit. Mit zunehmendem Interesse an asiatischer Kultur, Kunst und Küche erfolgt ein erhöhtes Verlangen nach authentischen Schneidewerkzeugen und Küchenutensilien, die das Vergnügen und die Faszination an neuen Zubereitungs- und Geschmackserlebnissen vervollständigen sollen. Gemäß dieser Überlieferung werden die hôchô - handgeschmiedete Messer - nach teilweise bestgehüteten Familiengeheimnissen der Stahlzusammensetzung und des Herstellungsvorgangs in mehreren Lagen handgeschmiedet, wobei man harten und spröden Kohlenstoffstahl mit weichem, zähem Eisen feuerverschweißt. Das Ergebnis ist ein nicht rostfreies, bruchfestes und unglaublich scharfes mehrlagiges- oder Damaszenermesser, dessen Einzigartigkeit durch die mehrschichtige Struktur der Lagen gewährleistet wird. Diese Messer sind durch den hohen Kohlenstoffgehalt und den speziellen Herstellungsvorgang bis über 60°HRC härtbar, wodurch eine hohe Schnitthaltigkeit und Schärfe resultiert. Diese Eigenschaften, die besonders feine Stahlstruktur und die fremdartigen Klingenformen mit ein- oder beidseitigem Schliff machen die Faszination und Attraktivität für den Liebhaber aus. Viele japanische alteingesessene Schmieden haben inzwischen Ihre Tore geöffnet und produzieren für den nationalen und internationalen Markt erschwingliche, hochwertige Kochmesser aus edlem Stahl, rostfrei und nicht rostfrei, einlagig und mehrlagig, um die Schmiedekultur und das Feingefühl im Umgang mit Nahrungsmittel ins interessierte Ausland zu transportieren. Moderne technische Verfahren gepaart mit altem Wissen bilden Grundlage für die Herstellung qualitativ höchstwertiger und trotzdem erschwinglicher japanischer Kochmesser. Klingenformen So stellt das Santoku - das "Messer der Drei Tugenden" - das traditionelle japanische Kochmesser dar, welches, gemäß seiner Namensgebung, zum Bearbeiten der Drei Tugenden Fleisch, Fisch und Gemüse verwendet wird. Ein Santoku verfügt über einen beidseitigen Anschliff sowie eine breite und gerade Klinge, in deren Spitze der Klingenrücken in einem gebogenen Schwung mündet. Ein Santoku ist ein universelles Einsteigermesser für den Freund asiatischer Kochkünste und erfreut sich großer Beliebtheit in deutschen Küchen.
Das Deba ist das traditionelle japanische Beil,
ein schweres, stabiles Messer mit kräftiger, breiter einseitig geschliffener Klinge. Das Deba ist das einzige Messer, das geeignet ist um Knochen zu zertrümmern (mit dem kräftigen Klingenrücken) und auch Kräuter zu wiegen. Ebenso kann man mit dem vorderen Klingenteil des Deba Fisch filetieren oder Fleisch portionieren.
Ein Nakiri oder Usuba stellt in jedem Fall das klassische Gemüsemesser dar und kann ein- oder beidseitig angeschliffen sein.
Das Nakiri ist charakteristisch rechteckig und hat eine empfindliche Schneide, mit der man auf keinen Fall Knochen sägen sollte. Nakriri sind wunderbar zum Schneiden von großen Gemüsearten wie Kohl, Salatköpfen oder Knollen geeignet. In der vegetarischen Küche ein nicht wegzudenkendes Schneidewerkzeug.
Das Yanagiba ist das japanische Filetiermesser und aus der Sushi-Küche nicht wegzudenken, geschweige denn zu ersetzen. Mit keinem anderen Messer gelingt eine solche hauchdünne Zartheit an Fisch- oder Fleischcarpaccio, und kein anderes Messer verfügt über eine solche Länge und Schmale wie ein Yanagiba. Natürlich einseitig geschliffen, gleitet der scharfe Stahl in fast waagrechtem, ziehenden Schnitt durch das Fleisch und lässt alle anderen Messer verblassen angesichts dieser Meisterleistung. In Klingenlängen bis 33cm und darüberhinaus fehlt es in keiner Sushi-Küche und fordert den Koch beim Schleifen auf dem Wasserstein wie kein anderes.
Spitz in Weidenblattform oder rechtwinklig als Tako / Katana zulaufend sorgt das auch als Sashimi bekannte Messer für stilgerechte Zubereitung Ihrer Maki und Co.
Der richtige Umgang und die Pflege japanischer Messer
nie auf hartem Untergrund wie Glas, Granit, Marmor oder sonstigem schneiden müssen. Holz ist nach wie vor, nicht zuletzt durch seine antibakteriellen Eigenschaften, der ideale Schneideuntergrund.
Genauso wie Holzgriffe sollten auch Holzbretter eine Pflege mit Öl genießen. oder reiben Sie sie nach Gebrauch mit einem feuchten Tuch ab. Wichtig ist die anschließende sorgfältige Abtrocknung und Einölung wie oben beschrieben und die Aufbewahrung im Messerblock oder separaten Einsätzen für die Schubladen, damit die empfindlichen Klingen nicht aneinander stoßen. Die Kunst des Schärfens lernt ein japanischer Koch während seiner Ausbildung in vielen Jahren. Japanische Messer halten im Gegensatz zu deutschen oder anderen Messern ihre Schärfe ungeheuer lange, da sie eine höhere Härte aufweisen. Dementsprechend sollten zum Schleifen japanischer Kochmesser spezielle japanische Wassersteine verwendet werden, die es in unterschiedlichen Körnungsgraden gibt. Die Körnungszahl gibt an, wie fein die Schleifkörner sind, die in einer weichen Bindung zusammengehalten werden. Je höher die Körnungszahl ist, desto schärfer lässt sich eine Klinge schleifen. Durch die lockere Bindung der Schleifkörner untereinander gelangen durch den Schleifvorgang immer frische Körner an die Oberfläche, die sich pastenartig mit dem Wasser verbinden. Diese sogenannte Honpaste verfeinert die Schleifeigenschaft eines Steines. Japanische Wassersteine kann man mit einer Körnung von 180 bis mehreren zig-tausend im Handel bekommen. Während die Steine mit niedrigem Körnungsgrad bis 800 zum Vorschleifen oder zum Ausbessern von Ausbrüchen geeignet sind, werden die Wassersteine mit feinerer Körnung ab 1000 zum Schleifen und Schärfen verwendet. Ist das Messer noch scharf, sollte man sofort mit einem Stein noch höheren Körnungsgrades (z.B. 3000 oder 6000) schleifen. Für Messer mit hohem Carbonanteil (Kohlenstoffstahl-Klingen) erreicht man eine sehr gute Schärfe mit einer Körnung ab 6000 und mehr. Schärfvorgang Der Schleifstein sollte in seiner ganzen Größe ausgenutzt werden. Der Stein sollte senkrecht in rechten Winkel zur unteren Tischkante gelegt werden, sodaß die lange Seite nach oben zeigt. Das Messer nimmt man so in die Hand, daß die Schneide von Körper weg zeigt.
Schärfen eines beidseitig geschliffenen japanischen Kochmessers Nehmen Sie nun das Messer so in die rechte (bei Linkshändern die linke) Hand, daß die Schneide vom Körper weg zeigt. Die freie Hand drückt vorsichtig auf die Klinge. In dem vorgeschriebenen Winkel wird das Messer in einer Schleifbewegung, die einer langgezogenen 8 entspricht, über die Längsseite des Wassersteins geführt. Es gibt auch die Möglichkeit, das Messer mit Druck zur Schneide hin und Lösen des Drucks, wenn das Messer von der Schneide weg bewegt wird, zu schleifen. In jedem Fall muß der Anpressdruck gleich bleiben, damit das Messer nicht einseitig geschliffen wird. Sobald sich auf der oben liegenden Schneidenseite ein Grat aufwirft wird das Messer von der anderen Seite geschliffen. Dabei ist unbedingt zu beachten, daß der Winkel und der Anpressdruck gleich dem Vorgang auf der anderen Seite ist. Wenn diese Seite nun auch fertig ist, erkennbar an der Gratbildung, wird die Klinge mit einem Lappen gereinigt und das Messer mit einem Abziehlederriemen gefinished. Schärfen eines einseitig geschliffenen japanischen Kochmessers Pflege des Wassersteins Grundwörter Japanische Messer
Links zum Thema Japanische Messer Bücher über japanische Messer / Schwerter
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